Um das berühmt-berüchtigte Flamingo Las Vegas ranken sich zahlreiche Mafia-Geschichten.
Flamingo Las Vegas
Das Flamingo Las Vegas – am glanzvollen “Strip” gelegen - zählt wohl zu den berühmt-berüchtigsten Casinos der Welt.
Als die Mafia in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann in Nevada, wo das Glückspiel im Gegensatz zu den meisten anderen US-Bundesstaaten legal war, eine Stadt aus dem Wüstenboden zu stampfen konnte niemand ahnen wozu sich Las Vegas in kürzester Zeit entwickeln würde. Als Bugsy Siegel, ein Mitglied der „Kosher Nostra“ – dem jüdischen Gegenstück der italienischen Cosa Nostra – 1941 von New York über Kalifornien, wo er bereits zuvor die Glückspielaktivitäten für das Syndikat koordiniert hatte, nach Las Vegas kam um sich an einem der beiden bereits bestehenden Casinos (El Ranco und Frontier) zu beteiligen scheiterte er vorerst und die Ostküsten-Mobster beschlossen daraufhin ein eigenes Casino – das Flamingo Las Vegas – zu errichten, indem sie sich in ein bestehendes, von der Preite bedrohtes Projekt einkauften. Die Baukosten für das Flamingo Las Vegas explodierten von der geplanten Million Dollar auf das mehr als sechsfache und als auch noch bekannt wurde, dass sich Bugsy Siegel zwei Millionen Dollar, die für den Bau des Flamingo Las Vegas bestimmt waren, unter den Nagel gerissen und in die Schweiz transferiert hatte wurde das zu seinem Todesurteil. Kurz nach der am 26. Dezember 1946 erfolgten Eröffnung des damals luxuriösesten Hotels der Welt, dem Flamingo Las Vegas, wurde Bugsy Siegel ermordet und Gus Greenbaum übernahm 1947 im Auftrag der Gang die Leitung des Flamingo Las Vegas. Er vergrößerte das Hotel, das bereits im ersten Jahr vier Millionen Gewinn abgeworfen hatte von ursprünglich 105 auf 200 Zimmer und wurde zur treibenden Kraft hinter den Glückspielaktivitäten der Mafia in Las Vegas. Unter anderem war er für den Erfolg der Las Vegas Casino „Tropicana“ und „Riviera“ verantwortlich, ehe auch er wegen Unterschlagung von Schwarzgeld aus unversteuerten Gewinnen ermordet wurde.
Heute gehört das Flamingo Las Vegas, das auf einem über 61.000 m2 großem Areal im Karibischen Stil mit Flamingo Gehege liegt und auf 7.200 m2 neben mehr als 3600 Hotelzimmern auch das 4000 m2 große Casino beherbergt, Harrah’s Entertainment. Nachdem das Flamingo Las Vegas in seiner wechselhaften Geschichte zahlreiche Eigentümer hatte, ehe es Harrah’s 2005 von der Hilton-Kette übernahm.
Im Flamingo Las Vegas traten in seiner glanzvollen Vergangenheit zahlreiche Berühmtheiten auf und die Geschichte von Bugsy Siegel rund um den Bau des Casino Flamingo Las Vegas wurde nicht nur einmal verfilmt (am bekanntesten ist der Film „Bugsy“ mit Warren Beatty). Auch der Filmklassiker aus den 60ern „Frankie und seine Spießgesellen“ mit dem „Rat Pack“ Frank Sinatra, Dean Martin, Samy Davis Jr., Joey Bishop, Peter Lawford, u.a. spielt im Casino Flamingo Las Vegas. Der Originaltitel „Ocean’s Eleven“ wurde auch für das Remake (mit George Clooney, 2001), von dem es inzwischen bereits zwei Fortsetzungen gibt, verwendet.
