Der Lotto Jackpot ist das Zugpferd des Lottos und für vereinzelte Umsatz-Rekorde.
Der gesteuerte Lotto Jackpot
Ein Lotto-Jackpot entsteht, wenn der höchste mögliche Lottogewinn nicht ausgeschüttet wurde. Dann wird dieser Gewinn der nächsten Lottoziehung weitergegeben, also dem nächsten Lotto-Hauptgewinn hinzugerechnet. Gründe für einen Jackpot sind einerseits die Vorlieben der Menschen für bestimmte Zahlen, damit für das Nichtsetzen der anderen. Wenn es also bei “6 aus 49″ knappe 14 Millionen Möglichkeiten gibt, wäre bei einer gleichen Gewichtung aller Zahlen, bei 50 Millionen Tipps mit mehr als 3 Sechsern zu rechnen. Es ist also die Vorliebe für gewisse Zahlen, die zum Jackpot führen, wenn “unbeliebte Zahlen” in der Ziehung vorherrschen.
Die Gründe sind im Wesentlichen folgende drei:
Die Vorliebe für das Datum (siehe “Lotto mit System spielen”) ist eine Erklärung für Jackpots. Eine weitere gern gespielte Variante sind Muster auf dem Lotto-Schein. Durchgehende Zahlenreihen, oder Diagonalen.

So ergab eine Ziehung zur D-Mark-Zeit in Deutschland die Zahlenreihe: 2, 3, 4, 5, 6 und 26. Man weiß zwar nicht wie viel Sechser es bei der Reihe 1 bis 6 gegeben hätte, aber es wären wahrscheinlich kaum weniger als die 38.000 Fünfer, an die dann relativ lächerliche 380 DM ausbezahlt wurden, wo doch der Fünfer üblicherweise rund 10.000 DM brachte.

- Beispiel für eine waagrechte Zahlenkolonne.
Es gibt sogar ein Beispiel für die Diagonale in jüngerer Zeit. Im Februar 2003 gab es bei einer Ziehung 6 aus 49 mit Superzahl 69 Sechser und 25141 Fünfer, mit den bescheidenen Gewinnsummen von 45.000€, bzw. 200€ für den 5er mit Zusatzzahl. Der Grund war, dass die gezogenen Zahlen 4, 6, 12, 18, 24, 30 und die Zusatzzahl 36 am Lottoschein eine Diagonale ergeben.
Die Statistik zeigt uns den dritten Umstand, der für die Entstehung von Lotto-Jackpots bedeutend ist. In der Schweiz wurde im Jahr 1990 erhoben, welche Zahlenkombinationen bevorzug angekreuzt werden. Dabei trat zu Tage, dass von den rund 8 Millionen (6 aus 45) Kombinationsmöglichkeiten, 2 Millionen Varianten überhaupt nicht vorkamen. Allein unter diesem Aspekt muss bei jeder 4. Ziehung ein Jackpot bleiben.
Es ist eine alte Weisheit, dass die Menschen von der Wahrscheinlichkeit eines Gewinns weniger beeindruckt werden, als von der Höhe eines Gewinns bei geringerer Wahrscheinlichkeit. Es ist also für die Attraktivität eines Lotto-Spiels von großer Bedeutung, wie viel Jackpots sich dort ansammeln. Unternehmen, die Lotto anbieten haben natürlich ein Interesse, dass sich bei jeder zweiten, oder dritten Ziehung ein Jackpot bildet. Dies heizt das Lottofieber kräftig an. Dies kann man am besten mit Zusatzzahlen, wie in Deutschland z.B. die Superzahl, händeln. Diese reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Lotto-Sechsers also um das Zehnfache auf etwa 1:140,000.000. Damit wurden die attraktiven Jackpots ganz genau vorprogrammiert.
Der Langzeitdurchschnitt ergibt bei einem mittleren Lotto bei jeder 3. Ziehung ein Weiterreichen des Hauptgewinns und im Kurzzeitdurchschnitt der letzten 12 Ziehungen mit 6 Jackpots exakt bei jeder zweiten Ziehung keinen Hauptgewinn, also einen Lotto-Jackpot. Zufall?
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