Nach dem Motto geteilte Freud’ ist doppelte Freud’: in der Tippgemeinschaft läßt es sich leichter nach System spielen.
Tippgemeinschaft
Unter einer Tippgemeinschaft versteht man den Zusammenschluss mehrerer Spieler (sei es für Sportwetten, Lotterien, Lotto oder andere Glückspiele), die sich sowohl den Spieleinsatz als auch die erzielten Wett-Gewinne oder Lottogewinne nach zuvor festgelegten Regeln anteilig innerhalb einer Tippgemeinschaft (oder Wettgemeinschaft) aufteilen. Dabei ist es egal ob so eine Tippgemeinschaft aus einer Familie, einer Firmenbelegschaft, einer Freundesgruppe, oder sogar einer ganzen Gemeinde besteht. Am Häufigsten ist es wohl eine Stammtisch-Runde, die sich zu einer Tippgemeinschaft zusammenschließt. Auch in Fanclubs findet man häufig solch eine Tippgemeinschaft, die auf ihre Mannschaft bzw. die Spiele in denen ihre Sportmannschaft involviert ist wettet.
Bekannt sind vor allem Tippgemeinschaften die organisiert und nach einem bestimmten System im Lotto oder in Lotterien (z.B. in staatlichen Lotterien, Zahlenlotto und ähnlichen) gemeinsam spielen. Der Vorteil einer solchen Tippgemeinschaft ist, dass jeder einzelne Teilnehmer in der Tippgemeinschaft nur einen relativ kleinen Einsatz bringen muss um an sehr vielen Tipps beteiligt zu sein. Die Tippgemeinschaft kann aus mehreren Dutzenden, ja sogar Hunderten Einzelpersonen bestehen von denen jeder nur einen relativ kleinen Betrag zahlt um an einem System das aus einer Reihe von Tipps – Einzeltipps und / oder System-Tipps – besteht und damit ein hoher Spieleinsatz ermöglicht wird, ohne dass jeder Einzelne die große Summe für die Lottotipps oder Systemwetten aufbringen müsste.
Der Nachteil einer solchen Tippgemeinschaft ist, dass auch die möglichen Gewinne durch die Anzahl der Teilnehmer in der Tippgemeinschaft geteilt wird und die – vor allem kleineren – Gewinne damit nur noch marginal ausfallen. Aber als kleine Stammtisch- Tippgemeinschaft freut man sich ja auch, wenn man sein Bier nicht selber zahlt sondern aus einem kleinen Lottogewinn – auch wenn der eigene Einsatz dafür vielleicht höher als der Gewinn war. Hier zählt ja mehr das Gruppenerlebnis in der Tippgemeinschaft als der eigentliche Lottogewinn.
Bekannt wurde eine rund 100-köpfige Italienische Tippgemeinschaft, die nahezu aus allen Einwohnern eines ganzen Dörfchens bestand und 1998 den Super-Jackpot im italienischen Lotto (SuperEnalotto) mit rd. 33 Millionen Euro geknackt hatte.
Aber auch den System-Wett Tippgemeinschaften, die bei den staatlichen Zahlenlotto wie z.B. der Klassenlotterie – spielen, ist häufig das Glück hold. Solch eine Tippgemeinschaft kann aufgrund des hohen Gesamteinsatzes natürlich mehrere Gewinn-Systeme spielen und durch ausgeklügelte mathematische Gewinn-Kombinationen nicht nur (wenn auch nicht unbedingt) die Gewinn-Wahrscheinlichkeit sondern vor allem auch die Gewinnhöhe durch die zahlreichen Kombinationen erheblich steigern. Und vor allem hier liegt der Vorteil einer Tippgemeinschaft.
Ein weiterer sinnvoller Einsatz einer Tippgemeinschaft ist, wenn man an einer ausländischen Lotterie mitspielen möchte ohne dass man selber direkt in das entsprechende Land fahren muss. So kann man beispielsweise an der großen Europäischen Gemeinschaftslotterie EuroMillionen von Deutschland aus nicht teilnehmen, es ist daher sinnvoll sich an eine Tippgemeinschaft anzuschließen, die z.B. in Österreich die Tipps für die Mega-Jackpots der EuroMillionen Ziehung abgibt.
Das Eingehen einer Wettgemeinschaft waren früher – in Zeiten vor dem Internet – auch unerlässliche Voraussetzung um bei Sportwetten SureBets zu platzieren. Diese Wettgemeinschaften waren nötig, damit man die Einsätze bei weit auseinander liegenden Buchmachern mit unterschiedlichen Wettquoten auf ein Ereignis setzen konnte. Diese Arbitrage-Gewinne aus Sport-Wetten waren nur mit einer Tippgemeinschaft zu realisieren.
