Die Sportwette auf Basis der Kalkutta-Auktion

- Die Meilenwette, eine exotische Form der Sportwette, © South African Tourism
Wie läuft nun diese, bei uns seltene Form der Sportwette, eine Kombination aus Lotterie und Sportwette im üblichen Sinn, ab?
Vor einem Autorennen werden zum Beispiel zuerst einmal Lose für die Lotterie verkauft, etwa 1000 Stück zu 10$ bei einem entsprechenden Bedarf. Die Einnahmen kommen in den Gewinntopf. Nach dem Losverkauf wird die Verlosung durchgeführt. Zu jedem am Rennen teilnehmenden Fahrer wird eine Los-Nummer gezogen. Z.B für Michael Schumacher das Los 378
Als nächster Schritt folgt die Versteigerung der gezogenen Losnummern. Dabei erhält die Hälfte des Auktionspreises der Besitzer des Loses mit der entsprechenden Nummer, die andere Hälfte wird in dem Erlös aus dem Losverkauf zugeschlagen und bildet den Gewinntopf. Das Los 378 wird z.B. um 100$ versteigert. Der Besitzer dieses Loses hat nun 2 Möglichkeiten.
- Er steigt aus und begnügt sich mit den 50% des Versteigerungserlöses, so hat er in diesem Fall, abzüglich des Lospreises 40$ gewonnen und keine weitere Gewinnchance.
- Falls er weitermachen will, bedeutet dies, dass seine 50% des Versteigerungserlöses an den Bieter zurückgehen (dessen Gewinnchance wird ja auch auf die Hälfte reduziert) und er bleibt im Spiel. Ein allfälliger Gewinn wird also zwischen dem Losbesitzer und dem erfolgreichen Ersteigerer geteilt.
Vom gesamten Gewinntopf gehen 10% an den Veranstalter. 40% an den/diejenigen, die das Los des Siegers besitzen, 20% an das Los mit dem 2. Platz, 10% an das 3. Platzierten-Los und die restlichen 20% werden an die Losbesitzer der nicht platzierten Rennfahrer aufgeteilt.
Es gibt zu dieser ursprünglichen Form eine Menge von Wett-Varianten. Die bekannteste Variante wird gerne als Meilenwette bei einer mehrtägigen Segelregatta angewandt. Dabei wird auf die zurückgelegte Strecke gewettet. Allerdings gewinnt der dem Ergebnis am nächsten Liegende alles; „the winner takes it all“.
