Hier erfahren Sie vieles über die Geschichte der Boxsportregeln

Kultivierung des Schlagens

In den ersten Jahrzehnten waren die Regeln auf die minimalste Fairness gerichtet: Tiefschläge und das Schlagen auf am Boden Liegende war verboten. Das Bandagieren der Hände und das Abgrenzen des Ringes mit Seilen waren die wichtigsten Regeln des 1838 veröffentlichten Regelwerks “London Prize Ring Rules”, das fortan den Faustkampf kultivierte und bestimmte.

Zirka 100 Jahre nach Einführung der ersten Regeln, wurde das Maß des Ringes auf ca. 6 Meter im Quadrat festgelegt und 1867 die Boxhandschuhe eingeführt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Idee umgesetzt, dass ein zu Boden geschlagener Boxer angezählt wird um ihm die vereinbarte Zeit von 10 Sekunden zum Aufstehen zu lassen. Der längste Boxkampf der Geschichte fand am 6. April 1893 erst nach 110 Runden und einer Dauer von 7 Stunden sein Ende in einem Unentschieden.

Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis feierte der Boxsport seine Wiedergeburt als moderne olympische Sportart und zwei Jahre später erreichte diese in den USA so populär gewordene Sportart Deutschland und der erste deutsche Boxsportclub wurde 1906 in Köln gegründet. Der SC Colonia existiert auch heute noch.