Die Sportwette in Asien
- Weit verbreitet, obwohl verboten, ist in Südostasien der “Hahnenkampf” als Sportwette. © Gerhard Frey
Eine besondere Entwicklung hat die Sportwette in Asien genommen. War doch das beliebte Spiel Keno in seiner originalen Form das erste chinesische Lotteriespiel, somit auch eines der ersten Glückspiele. Das Wetten wurde aber stets dem Glückspiel gleichgesetzt und dieses, ähnlich wie in Europa öfter verboten, als erlaubt. Da aber Schach und andere für Wetten attraktive Spiele in Asien sehr populär sind, fanden sich immer wieder Wege zur heimlichen Wette. In vielen Staaten streng verboten, haben sich vor allem die Sportwetten beim Hahnenkampf geradezu zu einem Volkssport entwickelt.
Einzig in der kleinen portugiesischen Kolonie Macao war das Wetten, wie das Glückspiel erlaubt und dadurch wurde diese Stadt in der Nähe von Hongkong zu einem Wett- und Glückspieleldorado in der Größenordnung von Las Vegas. Das Naheverhältnis der Chinesen zum Wetten zeigte sich schon, als vor einigen Jahren die europäische TV-Sendung „Wetten dass“ in China erstmals unter der Bezeichnung ?Xiang tiaozhan ma? ausgestrahlt wurde und heute eine der beliebtesten, ausländischen Sendungen in China darstellt. Sollte es da also noch irgendeines Anstoßes bedurft haben, so war natürlich die Olympiade 2008 in Peking die große Chance für den Aufstieg der Sportwette in China.
Auf der Arabischen Halbinsel, wie in Dubai und Abu Dhabi, erfreuen sich auch heute noch Kamelrennen und die entsprechende Sportwette großer Beliebtheit.
