Grand Prix, Geschichte des Automobil-Rennsports, Formel 1 GP
Grand Prix
Der Begriff Grand Prix ist eng mit der Formel 1 verbunden – wer an Grand Prix denkt, dem fallen sofort die jährlich abgehaltenen Autorennen in der unumstrittenen Königsklasse des Automobilsport ein, auch wenn es auch in anderen Bereichen einen Großen Preis (Grand Prix ist der französische Name dafür) zu erringen gibt. So gibt es einen Grand Prix im Volleyball, Snooker, in Leichtathletik, Tennis, Schach, Skispringen, Eiskunstlauf, Triathlon und einer Reihe weiterer Sportarten. Auch bei Pferderennen, Segelfliegen und anderen Disziplinen gibt es Grand Prix’s, ebenso wie in der Musik und Kunst. Zumindest für die Sportfans und Wettbegeisterten haben sie alle jedoch alle bei weitem nicht die Bedeutung wie der Grand Prix der F1.
Doch die Geschichte des Grand Prix ist viel älter als die Formel 1. Bereits 1894 fand das erste Automobilrennen statt und mit der Gründung des Automobil Club de France (ACF) wurde der Motorsport geboren. Damals fanden Stadt-zu-Stadt Rennen statt bei denen meist Paris der Ausgangspunkt dieser Rennen – den Vorläufern der heutigen Grand Prix Rennen – war. Damals kam es immer wieder zu folgenschweren Unfällen auf den meist nur mangelhaft befestigten und kaum gesicherten Landstraßen, das letzte dieser Rennen Paris-Madrid 1903 musste nach zahlreichen Todesfällen (5 Fahrer und 3 Zuseher starben – unter den Toten war auch Marcel Renault) und unzähligen Verletzten abgebrochen werden. Seither konzentrierte man sich bei Grand Prix Autorennen auf die gesperrten Rundkurse, wo alle Fahrzeuge zeitgleich starteten.
Der Grand Prix auf Rundkursen, wie wir ihn heute kennen, wurde bereits 1906 geboren, auch wenn es damals noch keine Formel 1 gab. Ein Name aus dieser Zeit vor 1914 der wesentlich zum Weltruf von Mercedes beitrug ist Christian Friedrich Lautenschlager, der zweimal den Grand Prix gewann, worauf sich der Absatz von Mercedes-Wagen verdreifachte.
Nach Wiederaufnahme des Grand Prix nach dem Ersten Weltkrieg waren es zuerst Bugatti und Alfa Romeo, die beim GP den Ton angaben, ehe 1933 die Ära der Silberpfeile anbrach. Bis 1939 dominierten die Mercedes und Audis die Grand Prix Rennstrecken.
Nach dem 2. Weltkrieg musste mit kleinen Rennen ein Neustart des Motor Grand Prix begonnen werden. Die Autos stammten damals überwiegend noch aus der Vorkriegszeit, viele Fahrer waren im Krieg umgekommen und die Jungen hatten noch keinerlei Rennerfahrung, sodass vorwiegend ältere Rennfahrer die Grand Prix Rennen gewinnen konnten. Nachdem die Motorradfahrer 1949 beschlossen eine eigene Motorrad Weltmeisterschaft abzuhalten schrieb auch der Automobilsport 1950 seine erste Grand Prix WM aus.
Seither gibt es die Formel 1 Grand Prix wie wir sie heute alle kennen.
