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Geschichte der Trabrennbahn Kriau

- Die Trabrennbahn in der Kriau hat seit der K&K-Zeit bis heute eine turbulente Geschichte. © Gerhard Frey
Nachdem im vorletzten Jahrhundert der Fiaker das vorherrschende Verkehrsmittel in Wien geworden war, hat sich auf der Prater-Hauptallee in Wien das Spazieren fahren und „Prominieren“ mit Ein- und Zweispännern zur gängigen Sonntagsbeschäftigung entwickelt. Es war somit geradezu eine logische Folgerung, dass sich dies öfters zu Wettfahrten entwickelt hat und auch sogleich Regeln kreiert wurden.

- Der historische Trabrennplatz in direkter Nachbarschaft mit der Rotunde. © kriau.at
Das Ganze fand natürlich sofort in der Gründung eines Vereins seinen Niederschlag und so wurde am 10. April 1874 in einem Hotel auf der Praterstraße der “Wiener Trabrenn-Verein” gegründet. Unter seinem erster Präsidenten, Graf Kálmán Hunyady aus Ungarn, wurden die Rennveranstaltungen auch gleich auf der idealen, weil langen und geraden Prater-Hauptallee organisiert. Vier Jahre später errichtete der Verein seine Trabrennbahn in der Kriau.

- Wieder ein starker Rennbetrieb in der Kriau. © Gerhard Frey
In der Folge wurden die Pferde der Österreich-ungarischen Züchter derart erfolgreich und gewannen alle Rennen, sodass nach dem internationalen Rennen von 1900 in Paris keine weiteren internationalen Rennen mehr ausgeschrieben wurden.
Nach den Kriegen lag der Pferderennsport immer wieder danieder und die harten Zeiten wurden durch die enthusiastischen Wiederaufbauarbeiten des Vereins überwunden.
Während das Wettgeschehen florierte und ein starkes Standbein für den Trabrennverein war, wurde das Vereinsbudget nicht nur durch die schlechte Wirtschaftslage, sondern vor allem durch die neu eingeführte Wettsteuer getroffen. Erst als 1953 das Pferdetoto eingeführt wurde, ging es finanziell wieder aufwärts. Nach 13 Jahre wurde es allerdings wieder eingestellt, aber durch das erfolgreiche E-Toto abgelöst.
