Eine andere Entwicklung nahm die Zucht der Springpferde.
Die Domäne der Andalusier

- Die Zucht der Andelusier zu Kampfpferden findet heute den Niederschlag beim Dressurreiten.
Eine andere Entwicklung nahm die Zucht der Springpferde. Hier gelten die Andalusier als herausragend geeignet. Sie sind mit den Pferden der Berber eng verwandt, bzw. kamen mit dem Vordringen der Mauren aus Nordafrika viele Araberpferde auf die Iberische Halbinsel, was für die Zucht sehr förderlich war. Das vorrangige Ziel der Zucht waren Sprünge, die es dem Reiter ermöglichten, sich im Schlachtgetümmel durch einen Sprung des Pferdes mit gleichzeitigem Ausschlagen zu befreien. Diese Sprünge sind auch heute noch bei den Lipizzanern in Wien klar zu erkennen.

- Das Jagen über die Wiesen und Felder, Springen über Steinmauern und Hindernisse, Durchwaten von Furten – die Leidenschaft der Iren. © Gerhard Frey
Neben diesen aus dem Kampf abgeleiteten Figuren des heutigen Dressur-Reitens, war natürlich das Jagen Hauptziel der Springpferde-Zucht. Hier ging es um die fehlerfreie Überwindung von aufgebauten Hindernissen, bzw. um Überwindung von natürlichen Barrieren. Diese Hindernisrennen bis hin zu den Jagdrennen, führten über eine Distanz von 3 bis über 7 km über feste Hindernisse wie Hecken, Wälle und Gräben. Die daraus resultierende Verletzungsgefahr für die Pferde und ihre Reiter führte zu permanenten Demonstrationen der Tierschützer. Hier kann auch weniger der ursprüngliche Sinn des Pferderennsports, die Zuchtauslese, erkannt werden.
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