Wetten an Wettbörsen unterscheiden sich von den herkömmlichen Buchmacher-Wetten in so ferne als man Wetten an Wettbörsen sowohl FÜR als auch GEGEN das Eintreffen des Ereignisses abschließen kann.

Wetten an Wettbörsen

Während man bei einem Buchmacher lediglich darauf wetten kann, dass ein bestimmtes (Sport-)Ereignis eintritt, also eine klassische „Back-Wette“ – d.h. also im weitesten Sinn auf „Sieg“ – abschließen kann, sind beim Wetten an Wettbörsen auch sogenannte „Lay-Wetten“ möglich. Eine Lay Wette bedeutet daß man GEGEN das Eintreffen dieses Ereignisses – und somit FÜR alle anderen Möglichkeiten – wettet. Damit unterscheiden sich die Wetten an Wettbörsen eklatant von den herkömmlichen Wetten, wie man sie von den Buchmachern gewohnt ist. Denn beim Wetten an Wettbörsen kann der Wetter sozusagen auch die Rolle des Buchmachers übernehmen und seinerseits die Wetten an andere Spieler anbieten.

Auch in anderen Punkten unterscheiden sich die Wetten an Wettbörsen von der Art zu Wetten, wie das die meisten Sportwetter gewohnt sind: So haben Wetten an Wettbörsen meist eine weitaus bessere Quote als bei den herkömmlichen Buchmachern. Das liegt daran, dass die Wetten an Wettbörsen direkt zwischen den einzelnen Spielern abgeschlossen werden und man an einer Wettbörse nicht gegen den Buchmacher, sondern gegen einen anderen Zocker wettet. Damit hat die Wettbörse keinerlei Risiko Geld zu verlieren, da sie ja lediglich die Plattform bereitstellt auf der die Spieler ihre Wetten untereinander ausmachen. Wetten an Wettbörsen ist also P2P-Wetten (P2P bedeutet peer-to-peer oder person-to-person) im Gegensatz zu den üblichen Wetten die ein Kunde in einem Wettbüro abschließt – das sind die allen geläufigen B2C-Wetten (Business-to-Consumer).

Die meisten erfolgreichen Strategie-Wetter beziehen Wetten an Wettbörsen in ihre Strategien mit ein, weil ihnen die Wettbörse nicht nur mehr Möglichkeiten bietet ihre Wetten zu kaufen und zu verkaufen – also die zuvor erwähnten Lay-Wetten möglich sind, sondern auch weil es an der Wettbörse kein Einsatzlimit gibt (außer der zur von den anderen Spielern zur Verfügung gestellten Geldmenge) und es praktisch keinen Irrtum geben kann auf den sich ein Buchmacher berufen kann um die Wette auch noch nachträglich zu stornieren. Und so ganz nebenbei sind die Wettquoten an den Wettbörsen auch meist besser als bei den klassischen Buchmachern, da die Börse ja kein Risiko eingeht. Beim Wetten an Wettbörsen muss man lediglich die Provision, die die man im Gewinnfall an die Wettbörse zu bezahlen hat in Abzug bringen.