Fußball im alten England

- Das mittelalterliche Stadttor von York, ehemals ein Faußball Tor? © Gerhard Frey
Eine besonders amüsante Variante des Fußballs wurde im mittelalterlichen England praktiziert. Es erklärt auch, wieso das englische Wort “Goal”, das in seiner früheren Bedeutung einzig “Ziel” bedeutete, heute eher für das Tor beim Fußball verwendet wird. Fußball wurde in dieser Zeit derart gespielt, dass zwei Mannschaften, die auch an die 30 Kämpfer haben konnten, versucht haben, sich gegenseitig einen ballähnlichen Gegenstand in das Stadttor zu schießen. Es war also ein Hetzen und Raufen, Zerren und Haxelstellen ohne gleichen. Das Spielfeld zwischen den Dörfern, oder Städten, war also durchaus auch einige Kilometer lang und die raue Spielart wird wohl näher dem Rugby, oder American football, gewesen sein, als dem Fußball nach heutigem Verständnis. Die aggressive und brutale Spielweise hat auch immer wieder dazu geführt, dass diese Art der Auseinandersetzung von den Landesherren verboten wurde. Hat es doch nur Unfrieden ins Land gebracht und den Hass zwischen einzelnen Städten gewaltig geschürt.

- Das Eton College war unter den ersten Privatschulen, die Fußball Spiele durchführten. © Gerhard Frey
Während also das gewöhnliche Volk von den Kirchen- und Landesfürsten in die Schranken gewiesen wurde und Fußball dort kaum noch Beachtung fand, hat der Fußball in der Schicht der Intellektuellen Einzug gehalten. Es hat zwar anfangs jedes College und jede Universität intern nach eigenen Regeln Fußball gespielt, aber schließlich wollte man sich doch auch mit den Mannschaften anderer Universitäten messen. So waren es auch die Studenten, die mit dem Festlegen der Fußball-Spielregeln den Anfang machten. Es waren Studenten der Universität Cambridge, die 1848 erstmals Regeln für den Sport Fußball aufstellten und damit die Vorarbeit für die später überaus beliebten Universitätsmeisterschaften legten.
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