Hasard-Spiel, auch hassardieren, Glückspiel
Hasard-Spiel
Als Hasard-Spiel (auch Hassard-Spiel, Hasard oder Hazard) versteht man ein Glückspiel, d.h. das Ergebnis des Spieles ist nicht von durch den Spieler beeinflussbaren Größen wie Geschicklichkeit, Kraft, Geschwindigkeit, etc. abhängig sondern von reinem Zufall.
Lotterie, Roulette, Automatenspiel, Münzen werfen, und Ähnliches ist somit ein Hasard-Spiel, da es ausschließlich vom Glück abhängt.
Der Begriff Hasard-Spiel leitet sich vom französischen hasard (d.h. Zufall) ab, das wiederum vom arabischen az-zahar kommt. Az-zahar ist die Mehrzahl von Spielwürfel.
Hasardieren (auch hazardieren oder hassardieren) verwendet man nicht nur für das Hasard-Spiel selber, also für Glückspiele wie Würfeln (Craps), Roulette, etc., sondern auch riskantes Taktieren in geschäftlichen Angelegenheiten sowie für riskantes Erhöhen von Einsätzen im Hasard-Spiel, Glücksspielen oder bei anderen Gelegenheiten wird so bezeichnet.
Ursprünglich war das Hasard-Spiel (bzw. im englischen Hazard) ein altenglisches Würfelspiel mit zwei Würfeln, das bereits im 14. Jahrhundert in den „Canterbury Tales“ (von Geoffrey Chaucer) Erwähnung fand. Trotz seiner komplizierten Regeln was das Hasard-Spiel im 17./18. Jhdt. derartig beliebt, dass es zum Inbegriff aller Glückspiele wurde. Durch die spätere Vereinfachung der Spiel-Regeln wurde später aus dem Hasard-Spiel Craps, das heute in vielen Casinos gespielt wird.
Das ursprüngliche Hasard-Spiel ist nicht zu verwechseln mit dem heute gebräuchliche Grand Hazard (auch bekannt als Chuck a Luck oder Sic Bo), das mit drei Würfeln gespielt wird.

