Streng genommen ist eine Wette ein Vertrag, bei dem denjenigen, dessen Tipp sich bei zwei (oder mehr) einander widersprechenden Behauptungen, als richtig erweist, gewinnt. Zur Bekräftigung wird demjenigen, dessen Tipp sich als korrekt herausgestellt hat ein Gewinn (zumindest jedoch der Sieg) in Aussicht gestellt.
Wette
Meist liegt einer Wette eine Behauptung über das Eintreffen (oder Ausbleiben) eines zuvor – unter Berücksichtigung objektiver (selten auch subjektiver) Informationen – definierten Ereignisses zugrunde. Von einer Wette spricht man dann, wenn man den Ausgang eines Ereignisses zuvor nicht – oder zumindest nicht mit Sicherheit – kennt. Es geht bei einer Wette also darum das Resultat eines Ereignisses, einer Aktion oder eines Vorganges „vorher zu sehen“
Bei einer Wette kann es einfach nur um die Ehre („recht haben“) gehen, Wetten können aber auch einen materiellen Anreiz haben und einen (finanziellen) Gewinn in Aussicht stellen. Der Wett-Einsatz (sei es nun ein immaterieller d.h. z.B. das „Recht haben“ oder ein materieller, finanzieller Gewinn) steht dem Gewinner / den Gewinnern zu, während die Verlierer der Wette ihren Einsatz verwirken.
Der Erfolg bei einer Wette ist weitgehend vom Zufall abhängig. In dem Zusammenhang spricht man daher auch von „aleatorischen“ Bestandteilen beim Wetten. Aleatorisch leitet sich vom lateinischen „Alea“ (der Würfel) ab. Wegen dieser Zufallsabhängigkeit einer Wette haben die daraus resultierenden Pflichten nicht dieselbe rechtliche Verbindlichkeit wie Verbindlichkeiten aus andern Verträgen. Glückspiele, Sportwetten, Rennwetten und dergleichen sind meist keine Wetten in diesem Rechtssinn, sondern unterliegen meist eigenen Gesetzen (Glückspielgesetz, Lotteriegesetz, Rennwettgesetz)
Eine Wette kann praktisch auf jedes Ereignis aus jedem Genre abgeschlossen werden.
Die bekanntesten Wetten sind Sportwetten bzw. Rennwetten, doch auch Lotterien, Glückspiele (wie z.B. Roulette) oder risikoreiche Finanzmarktgeschäfte wie Hedge-Fonds, Derivate etc. tragen die Merkmale einer Wette.
